BFÜST-Erfahrungsaustausch in Tulln

Am 22. und 23. Jänner 2026 stand Tulln ganz im Zeichen der Stabsarbeit: Der Bezirksführungsstab (BFÜST) des BFKDO Tulln begrüßte eine Delegation aus Tirol zum fachlichen Austausch. Ziel war es, Erfahrungen, Abläufe und Werkzeuge der Führungsunterstützung zu vergleichen – besonders vor dem Hintergrund der positiven Zusammenarbeit während des Hochwassers 2024 in Niederösterreich. Die ersten Stationen waren der Landesführungsstab und die Landeswarnzentrale im FSZ Tulln. Danach ging es ins Feuerwehrhaus Tulln wo das Berizksfeuerwehrkommando die Gäste in Empfang nahmen.

BFÜST Tulln im Fokus: Aufbau, Rollen, Zusammenarbeit

Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Vorstellung der Struktur und Arbeitsweise des BFÜST Tulln. BFK OBR Christian Burkhart, BFKSTV BR Dominik Rauscher, Leiter des Verwaltungsdienstes VR Norbert Ganser, Chef des Stabes im BFV ABI Alexander Gutenthaler sowie HBI DI Dr. Johannes Ofner (Kommandant FF Tulln-Stadt und Leiter der Bereichsalarmzentrale) gaben dabei Einblick in die Stabsorganisation und das Zusammenspiel mit Alarmierung, Lageführung und Einsatzunterstützung.

Lehren aus dem Hochwasser 2024: Lagebild, Belastung, Verbesserungen

Ein Schwerpunkt des Erfahrungsaustauschs waren die Ereignisse rund um den Hochwassereinsatz 2024. Damals waren KHD-Kräfte aus Tirol in Rust im Tullnerfeld im Einsatz, die Kräfte wurden sowohl im Landes- als auch im Bezirksführungsstab mit aktuellen Lagebildern und Informationen in die Lage und Einsatzaufträge eingeführt. In offener Atmosphäre wurden dabei auch die menschlichen Aspekte der Stabsarbeit angesprochen – von herausfordernden Einsatzlagen bis zu psychischen Belastungen – und gleichzeitig konkrete Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert, um Abläufe künftig noch effizienter zu gestalten. Neben den Inhalten zur Stabsführung spielte auch der Blick auf digitale Werkzeuge und Systeme eine Rolle. Der gemeinsame Nenner: Tools sind wichtig – entscheidend ist aber, dass sie regelmäßig beübt und geschult werden, damit sie in Großschadenslagen ihr volles Potenzial entfalten.

Danke für Kameradschaft und Zusammenarbeit

Zum Abschluss stand der kameradschaftliche Teil im Zeichen des Dankes und der Verbundenheit – dort, wo 2024 gemeinsam geholfen wurde, in Rust im Tullnerfeld. Der Besuch zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll ein ehrlicher, praxisnaher Erfahrungsaustausch ist: für die Führungsarbeit im Einsatz und für ein starkes Miteinander über Bezirks- und Landesgrenzen hinweg.

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