BEZIRK TULLN. Heftige Unwetter nach den Rekordtemperaturen der vergangenen Tage haben am Mittwoch zahlreiche Feuerwehren im Bezirk Tulln gefordert. Besonders betroffen waren die Gemeinden Sitzenberg-Reidling und Würmla. Insgesamt standen bezirksweit 19 Feuerwehren mit rund 250 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz.
In Hasendorf in der Gemeinde Sitzenberg-Reidling lag der Schwerpunkt der Einsätze. Der oberhalb des Ortes errichtete Hochwasserschutzdamm wurde von den enormen Regenmengen überflutet, wodurch Wassermassen ungehindert in den Ort strömten und mehrere Häuser überfluteten. Die Feuerwehren dichteten gefährdete Bereiche mit Sandsäcken ab. Da der Damm durch den anhaltenden Regen aufgeweicht war, ließ Bürgermeister Erwin Häusler diesen in Abstimmung mit der Feuerwehr verstärken. Unterstützung kam von der Freiwilligen Feuerwehr Judenau, die zusätzliche Sandsäcke anlieferten. Gleichzeitig waren die Feuerwehren Sitzenberg, Reidling, Thallern und Hasendorf im gesamten Gemeindegebiet mit Auspump- und Sicherungsarbeiten beschäftigt.
Auch die Gemeinde Würmla wurde von den Unwettern schwer getroffen. Innerhalb kurzer Zeit fielen stellenweise bis zu 70 Liter Regen pro Quadratmeter. Überflutungen betrafen das Ortszentrum sowie die Katastralgemeinden Anzing und Holzleiten. Besonders betroffen war ein Geschäft, in dem das Wasser rund 30 Zentimeter hoch stand. Zahlreiche Keller, Garagen und Hauseinfahrten mussten ausgepumpt werden. Auch die Sportanlage des SV Würmla wurde überflutet. Mehr als 120 Feuerwehrmitglieder aus mehreren Feuerwehren standen bis spät in die Nacht im Einsatz.
Zur besseren Koordination der zahlreichen Notrufe war auch die Bereichsalarmzentrale (BAZ) des Bezirksfeuerwehrkommandos Tulln besetzt. Insgesamt wurden 31 Einsatzadressen abgearbeitet. Dank des raschen und koordinierten Einsatzes der Feuerwehren konnten größere Schäden verhindert werden. Das tatsächliche Schadensausmaß wird sich jedoch erst in den kommenden Tagen zeigen.



















