GRAFENWÖRTH. Der Maschinist ist bei der Feuerwehr weit mehr als nur der Lenker eines Einsatzfahrzeuges. Er ist auch für den Betrieb der Pumpen und sämtlicher motorbetriebener Geräte verantwortlich. Entsprechend umfangreich ist die Ausbildung für diese wichtige Funktion.

Am 18. und 19. September veranstaltete das Bezirksfeuerwehrkommando Tulln in Grafenwörth eine Einsatzmaschinistenausbildung. Insgesamt 27 Feuerwehrmitglieder aus 13 Feuerwehren des Bezirkes Tulln nahmen daran teil.

Am Freitagabend standen zunächst die theoretischen Grundlagen auf dem Programm. In verschiedenen Vorträgen wurden unter anderem die rechtlichen Bestimmungen bei Einsatzfahrten, die Funktionsweise von Feuerlöschpumpen sowie die Berechnung des Löschwasserbedarfs und des Schaummittelverbrauchs vermittelt.

Am Samstag ging es anschließend in die Praxis. Im Stationsbetrieb wurden verschiedene Pumpen unter unterschiedlichen Einsatzszenarien beübt. Die Ausbilder des Bezirksfeuerwehrkommandos legten dabei besonderen Wert auf möglichst realitätsnahe Abläufe, die sichere Bedienung der Geräte sowie das Erkennen und Beheben möglicher Störungen.

Eine besondere Herausforderung wartete bei einer gemeinsamen Übung in der Feuersbrunner Kellergasse. Dort mussten die Teilnehmer eine mehrere hundert Meter lange Schlauchleitung über eine Steigung verlegen. Dabei konnten die zuvor vermittelten Berechnungen zu Pumpenleistung und Wasserbedarf unmittelbar in der Praxis angewendet werden.

Zum Abschluss absolvierten die Teilnehmer eine Wissensstandskontrolle, mit der das erlernte Wissen nochmals gefestigt wurde. Ausbildungsleiter Benjamin Burkhart konnte einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung vermelden. Sein Dank galt der Feuerwehr Grafenwörth für die Gastfreundschaft sowie dem motivierten Ausbildungsteam aus dem Abschnitt Kirchberg am Wagram.